Wenn in deinen Emotionen Raum für dich entsteht...

Wann hast du das letzte Mal deine Emotionen so richtig genossen?

Wenn unsere Emotionen frei sind, können wir sie geniessen. Dann können wir sie pur fühlen, wo sie uns unterstützen um Entscheidungen zu treffen.

Was im Laufe der Zeit geschehen ist, ist dass sich die Emotionen miteinander verbinden und verbandeln. Das kennen wir alle und dies passiert einfach dadurch, dass wir in einer Situation mehrere Emotionen haben. Das beginnt schon in der frühen Kindheit. Auch unsere Seele bringt ihre eigene Geschichte und Erfahrungen mit, die hier mitspielen. Daraus entstehen Muster in uns, nach denen wir unser Leben führen.


Frei lassen, frei sein und die Sache mit den Schuldgefühlen


Viele haben noch irgendwo in sich den Glaubenssatz, dass sie schlussendlich für die Gefühle ihrer Kinder verantwortlich sind. Z. B: Ich bin schuld, wenn mein Kind weint. Die meisten Eltern wollen verhindern, dass ihr Kind Schmerzen erleiden muss. Deshalb möchte ich mein Kind in diesem Gefühl entlasten und etwas tun, damit es sich wieder gut fühlt. Oft kommen dann von den Erwachsenen Sätze wie, „ist nicht schlimm, es Blutet nicht…“, oder „nicht weinen…“.

Für das Kind da sein ist in diesen Momenten wichtig, doch darf es eben auch einfach weinen, wenn es traurig, enttäuscht und wütend ist oder sich verletzt hat.


Wenn das Weinen in uns immer gleich eine ganze Gefühlspalette auslöst, ist es nicht einfach. Es weckt vielleicht sogar alte Erinnerungen an seelischen Schmerz, den wir nicht fühlen möchten, und wir versuchen dies zu umgehen.

Als Eltern kann es unheimlich schwierig sein, dem eigenen Kind Gefühle zu zugestehen, die wir selber als Kind nie haben durften. Der Schluss daraus ist dann: Meine Gefühle sind nicht gut, ich bin nicht gut.



Was in uns geschieht...


...könnte so aussehen: Ich bin traurig, und wütend, ah… eigentlich bin ich enttäuscht und das macht mich wütend… Wütend wiederum bin ich, weil ich nicht gesehen werde. Mich nicht gesehen fühle in meinem Wunsch und in meinem Schmerz.



Dem Kind zuhören und Raum geben für seine Gefühle


Es ist durchaus nicht immer einfach, herauszufinden was mit unserem Kind los ist, wenn sie weinen oder toben. Oft ist der Auslöser auch ganz woanders als wir so als erstes denken.

Uns unterstützt hier besonders der Weg der inneren Kommunikation. Wo ich über die geistigen Begleiter Führung bekomme, und über die Seele des Kindes wichtige Informationen lesen kann. Oft genügt es, mich so dem Kind zuzuwenden, und es kann durch diese Art der Zuwendung selber wahrnehmen und es in Worte fassen.

Ich erlebte schon oft, dass ich etwas verzweifelt mit der Situation, mich über die Innere Kommunikation dem Kind zugewandt habe und das Kind gleich darauf das ausspricht, was ich wahrgenommen habe. Das schöne daran ist, dass diese Kommunikation auch für sich selbst funktioniert. Es wird dadurch viel leichter, den eigenen Gefühlen auf den Grund zu gehen und sie an der richtigen Stelle, am Ursprung zu lösen.


Als meine Tochter zur Welt kam, da dachte ich noch, ich als Mutter sei für die Gefühlslage meines Kindes verantwortlich. Ich konnte es kaum ertragen, wenn sie weinte und nicht damit aufhörte, egal was ich unternahm. Ich sah den Fehler bei mir, denn ich war nicht in der Lage, sie glücklich zu machen.

Natürlich war es nicht so, denn in Wirklichkeit landete das „ihr nicht helfen können“ auf meinem Gefühl aus der Kindheit, „Ich bin nicht gut so wie ich bin“.

Gefühle aus der Vergangenheit, die auf Erfahrungen beruhen. Aus den Erfahrungen wurden emotionale Muster. Wir sehen und fühlen unsere Welt durch diese Brille. Oft tragen wir nicht nur eine Brille, denn die Erfahrungen und Gefühle reichen weit zurück.

Ich kann einem anderen Menschen nur so frei begegnen, wie ich es selber bin. Denn überall wo ich emotionale Bindungen habe, ist es nicht möglich, unser Gegenüber frei zu sehen. Denn da wird in uns jeweils eine Brille aktiviert, wodurch in uns Gefühle aktiviert werden, worüber wir dann die Situation beurteilen.


Emotionen fand ich schon vor der Ausbildung zur Sozialpädagogin super spannend, und schrieb meine Diplomarbeit zu diesem Thema. Es interessierte mich vor allem, was in uns in Bezug auf mein Gegenüber geschieht. Wie werden diese Gefühle aktiviert, woher kommt es dass sie so oft unser Verhalten steuern und wir uns nicht wohl fühlen dabei. Doch die Wissenschaft konnte mir keine Lösung dafür geben, wieso ich manchmal von meinen Gefühlen überrannt werde. Auch fand ich nicht heraus was ich tun kann, um mich freier zu fühlen. Oder vielleicht wusste ich einfach intuitiv, dass das, was mir die Wissenschaft sagt, nicht alles ist. Darüber reden und analysieren hilft nur bedingt, denn unsere Emotionen kommen aus einem anderen Feld. Auch wenn sie wissenschaftlich gesehen in unserem Gehirn entstehen, sind sie in unserem emotionalen Feld um uns herum angelegt. Sind sie hier frei, können wir wirklich fühlen. Doch wie wir wissen, sind Gefühle an Erfahrungen und Erinnerungen gekoppelt. Gefühle können sich als Gefühlsketten verbinden, oder sich bis in unser körperliches Sein abspeichern.